Ein klebriger Ausflug 22. Oktober 2005

Es war ein schöner Sonnabend und wir machten uns fertig zum Spaziergang. Am Treffpunkt angelangt, wurde umdisponiert. Das soll heißen, wir gingen in einen anderen Wald. Ja genau in den Wald, wo unser Gustav damals die Bekanntschaft dieser braunen Masse machte. Wir dachten zwar dran, aber ahnten auch noch nicht, was uns erwarten sollte. Alles war wieder ganz lustig, die Hunde tobten und spielten prima. Ganz plötzlich gab’s Chaos. Eigentlich sollte dort ein kleiner See sein. Na gut, war er ja auch, aber der hatte seine Konsistenz etwas verändert. Das war Schlamm vom feinsten, schön schwarz. Alle Hunde rannten drauf zu, die großen blieben stehen und drehten um. Aber was machten unsere beiden kleinen..?! Richtig, sie rannten ganz mutig hinein in die zähe Brühe. Oh wie haben wir uns alle „gefreut“. Nur gab es auf einmal ein kleines Problem. Die kleinen kamen nicht so recht wieder da raus. Also mußte jemand hinterher. Meine Tochter sprang hinterher, griff sich unseren Silvester und schob ihn zu mir. Kaum hatte ich Silvester, rettete meine Tochter die kleine Dany. Als das dann auch geschafft war, mussten wir lachen. Mein Kind sah übel aus. Sie hatte eine hellblaue Jeanshose an, diese war dann gar nicht mehr so blau. Auch die Schuhe hatten keine Ähnlichkeit mehr mit diesen. Ursprünglich waren sie schwarz, rot, weiss. Sie waren nur noch schwarz, rot weiss konnte man getrost vergessen. Nun hat mein Kind den Namen Schlammspringer weg. Silvester fühlte sich in seiner Schlammpackung überhaupt nicht wohl. Er zeigte es, indem er rummaulte und dabei ein Gesicht zog, als wolle er vor sich selber flüchten. Zu hause wurde er erstmal gebadet und alle Sachen wurden gewaschen- inklusive Halsband und Leine.

Hier die beiden Täter (Silvester mit seiner kleinen Freundin Dani) und das rothaarige auf dem Bild -ist das Opfer. Im Hintergrund ...das Objekt der Begierde, der Moortümpel...

Die Sauerei an der Hose kommt nicht so deutlich zum Ausdruck. In Natura sah das ganze noch etwas verschärfter aus, genauso wie unsere beiden Kleinen. Aber Schlammpackung kostenlos ist doch auch etwas- *breitgrins*

Ein ganz liebes Danke an Marlene, die geistesgegenwärtig den Fotoapparat zückte, um diesen Moment festzuhalten und uns diese Bilder zuschickte. Danke Marlene und Cocker Flori. Bis zum nächsten Schlammbad...

Silvesters Flucht-23.März 2006

Es war März 2006, um genau zu sein der 23.märz 2006. Ich war gerade drei Tage wieder auf die Menschheit losgelassen worden...denn ich mußte mich wegen eine OP ins Krankenhaus einquartieren und kam am 20.03 raus. An dem Freitag kam mein Bruder und meine Schwägerin um mir die Schlüssel  zu geben...denn ich sollte übers Wochenende deren Stubentiger versorgen, da sie nicht da waren. Jedenfalls hatte ich schon Besuch, mein Bruder klingelte und dann ging die Katastrophe los. Meine Wohnungstür hatte ne Macke. Meine Schwägerin kannte diese Macke noch nicht und machte die Tür zu...meinte sie. Wir saßen alle im Wohnzimmer und tranken einen Kaffee. Unser Silvester bekam ein Leckerli -Pansen ihbäh. Er wollte uns wohl den Kaffee nicht verderben und ging damit auf den großen Flur. Soweit so gut. Ist nicht unüblich von ihm und zwischendurch fragte jemand, wo denn Silvester sei. Ich meinte der stopft sich sein Leckerli hinter die Lefzen. Irgendwann mußte jemand auf die Toilette und sagte er wüßte warum Silvester so ruhig wäre....Silvester war weg. Die Wohnungstür war einen Spalt auf.. Ich wie eine Wahnsinnige hinterher und welch ein Schock...ausgerechnet den Tag hatte irgendein Dödel die Haustür aufgelassen, was sonst nie vorkommt. In dem Moment zerschlug sich unsere Hoffnung das Silvester davor sitzt und warten würde. Wo war unser süßer Puschel nur ? Der Besuch und ich schwärmten in alle Himmelsrichtungen aus. Kein Silvester weit und breit. Ich hatte bei dem großen Bauchschnitt sowieso noch Probleme mich wie ein Mensch zu bewegen, aber in der Panik und Angst...was meint ihr wie ich wetzen konnte. Kein Schmerz ..nur immer vor Augen was unserem dicken alles passieren könnte. Hoffentlich läuft er nicht vor ein Auto oder wird geklaut weil er zutraulich ist usw. Die spielenden Kinder wurden gefragt ob sie ihn gesehen hätten. Die suchten gleich solidarisch mit uns mit. Auch Erwachsene ließen sich Name und Adresse von uns geben und halfen suchen. Obwohl ich wie ein Penner aussah, denn ich hatte Hauslotter-Hosen an, das Shirt hing unterm Pullover raus, ja und die Schuhe waren ganz von der übelsten Sorte. An denen hatte Silvester rumgeknabbert als Welpe und sie zu Designerschuhen gemacht. Dann rannte ich seinen Namen brüllend durch den Stadtteil und mir war es so Banane was die Leute von mir hielten.... So würde ich sonst nie die Leute  mit diesem Outfit erschrecken *lach* Meine Schwägerin und ich wollten gerade mit dem Auto weiter suchen, als plötzlich ein Bekannter mit Silvester auf dem Arm um die Ecke kam. Ich war fix und fertig. Was haben wir uns alle gefreut den Ausreißer wiederzuhaben .Unbeschadet. Was mir da so durch den Kopf ging kann ich nicht beschreiben....Mein Bruder hatte ihn auch schon von weitem gesehen und sagte, das unser Flüchti jede Haustür abgeschnuppert hat.War ihm dann wohl auch nicht so geheuer sein Ausflug und das ohne Frauchens. Auf jeden Fall-Ende gut alles gut. Aber wir passen nun penibel auf die Wohnungstür auf und machen sie selber auf und auch zu.

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