Eigentlich ist die Entstehung dieser Unterseite eher zufällig. Aber wegen zahlreichen Nachfragen, hab ich mich doch mal dazu aufraffen können, hier mal was zu schreiben. Also ...Nein... Cocker waren nicht meine ersten Erfahrungen, die ich mit Hunden machte. Im Kindesalter wuchs ich schon mit Hunden auf..jaja..so taufrisch bin ich ja nun auch nicht mehr *grins*. Nun, ich liste einfach mal die Hundchen der Reihe nach auf hier. Mit Bildern aus dieser Zeit kann ich leider nicht dienen, was mir auch leid tut. Aber damals gabs noch keine Digicams und Fotos sind auch verschwunden durch lebensbedingte Umstände.

Rex- Schäferhund

Der erste Hund, den ich bewußt wahrnahm (im Alter von 4 Jahren), war ein pechschwarzer Schäferhund. Leider war der vom Charakter her schon mächtig versaut. Wir waren die vierte Hand und das in einem zarten Zeitraum von anderthalb Jahren. Ein gutes Leben hatte er bis dahin nicht. Vorbesitzer waren Alkoholiker, schlugen den Hund und die Krönung ...er wurde überwiegend mit Möhren gefüttert. Nun gut, meine Mutter nahm den armen Hund- der Bildschön war- auf und mit der Zeit wurde aus ihm eigentlich ein guter Hund.. Das Wort "eigentlich" läßt es schon erahnen. Er war ein ausgeprägter Jäger, was ihm zum Verhängnis wurde- erstmal. Da meine Mutter damals in einer Lungenheilanstalt für TB -Kranke arbeitete und diese mitten im Wald lag, war das für Rex das Eldorado schlechthin. Eines Tages trat der zuständige Revierförster an meine Mutter ran und meinte :"sie müsse den Rex leider abgeben, da er jetzt auch Rehe jagen würde. Über Hasen sah er noch hinweg. Diese Rehe würde er auch bekommen. Sie bekam 14 Tage Zeit, um ein neues Zuhause suchen zu können. Ich muß dazu sagen, Rex haute öfter ab. Er kam immer wieder, nur was in der Zwischenzeit passierte wußte niemand. Es war unwahrscheinlich ok vom Jäger, dies zu äußern, denn er hätte ihn Aufgrund der Rehe ja sofort erschießen können- das war auch schon vor 35 Jahren so. Das aber wollte er nicht, weil Rex sich zu einem so prächtigen Hund entwickelt hatte. Wir bzw meine Mutter fand auch jemand, der bereit war Rex zu übernehmen, dort gab es nix zu jagen. Er hatte dort ein Super Leben. Was sind damals Tränen geflossen. Und ganz ehrlich, ich habe diesen "alten Opa" der gerade 30 Jahre alt war ...ja ich habe ihn gehasst. Abgrundtief. Ich war vier Jahre alt (deshalb war es ja auch in meinen Kinderaugen ein "alter Opa") Ich verstand nicht warum Rex gehen mußte und ich habe gehofft, er läßt ihn bei uns. Eigentlich hat dieser Mann Rex das Leben gerettet. Aber er hat es sehr gut gehabt und ist richtig alt geworden. Ich hingegen hatte eine wirklich tierische Bindung zu diesem Hund. Mit Kinderaugen betrachtet...der Hund erschien mir ja wie ein Ponny, wenn man die Größenunterschiede betrachtet zwischen einem vierjährigem Kind und dem Hund. Rex war ein super Kindermädchen. Weinte ich Nachts, der Hund legte sich entweder vor das Bett oder auch ins Bett. Aber immer an der Wand..denn meine Mutter kickte er so aus dem Bett, mich nie. Ich war beruhigt wenn Rex da war und schlief ein. Auch tobte ich mit ihm alleine im Wald herum. Um einigen Aufschreien vorzubeugen..Meine Mutter konnte sich voll auf diesen Hund verlassen. Er ließ mich nie alleine im Wald stehen, ja es konnte ein Reh auftauchen, was ja sein Problem war, er jagte nicht mal in dem Moment hinterher. Sonst immer, ob bei meiner Mutter oder Vater...bei mir blieb Rex ganz dicht bei. Und es hätte mich nie jemand anfassen dürfen. Nicht wie in der heutigen Zeit. Dadurch das Rex wohl schlimme Erfahrungen mit Männern machen mußte, war er denen eh nicht sonderlich zutraulich und aufgeschlossen. Das durfte mein Papa auch erfahren. Ich hatte einmal Bockmist gebaut und mein Papa fing an zu schimpfen mit mir. Eigentlich war es schon brüllen. Dann kam er auf mich zu. Es war nur ein Knurren zu hören, ein Sprung und Papi lag da und hat Land vermessen. Das machte Rex immer, außer bei meiner Mutter wiederum. Die durfte schon mal meckern mit mir. Ansonsten war er ein ganz lieber, nur eben wie gesagt...nie hätte mich jemand anfassen dürfen. Dann hätte er ernsthaft gebissen, was echt böse hätte ausgehen können.

Moppi- Mischling

Ja... Moppi war eine kleine Hündin, die eher einem Fuchs ähnelte. Sie war sehr pfiffig und klug. Naja, eigentlich wurde mir dieser Hund im Alter von 7 Jahren geschenkt- he..ich war sieben, nicht der Hund...lach. Das kam dadurch, das mein Vater einen Arbeitskollegen hatte, der sowas wie eine "Farm" hatte.Dort war ich sehr sehr oft und wurde mit ostfriesischen Milchschafen, Pferden, Hunden, Katzen, Geflügel und der Arbeit groß. Nein ich durfte helfen, nicht arbeiten. Alle Tiere verstanden sich. Da hatten wir Mops, wie wir sie oft nannten also her. Wir durften aussuchen und eigentlich wollte ich einen anderen, aber ich wurde "überredet" moppi zu wählen. Nun muß ich das wohl nicht weiter erläutern- meine Oma wohnte bei uns und so ging Moppi schleichend in ihr Eigentum über. War nicht so wild, denn wir wohnten ja unter einem Dach *grins*. Mops wurde stolze 15 Jahre alt und verstarb an Krebs. Allerdings da Ommel das zu gut meinte, wurde sie auch Kugelrund- also der Hund...lach, was nun nicht zur Gesundheit beitrug.  Moppi war ein feiner Hund und der beste Freund unseres Hauskaters.

Blue-Boy - Collie

Blue Boy - Farbe Bluemerl ((sozusagen "Blau"), der natürlich ein Haufen Spitznamen hatte, bekamen wir durch eine typisch kindliche Aktivität meinerseits. Ich war 13 Jahre, Eltern geschieden usw. und ich wollte einen Hund. Dann kam mir ne Zeitung in die Hände und da stand....verkaufe Collie-Rüde-3 Jahre- mit Papieren für 250 Mark. Oh, hab ich gedacht...klasse, schreib mal einen Brief. Ich verheimlichte auch nichts, was mein Alter betraf usw und dieser Züchter war sofort einverstanden, mit allem ohne auch nur eine Frage gestellt zu haben e.t.c. Auch hier kann man schon erahnen, daß das nix seriöses war. Na gut, Mama erstmal gebeichtet, sie gab auch ihr ok. Wir fuhren von der Ostsee nach Sachsen und kamen irgendwann im Dorf Z. an. Dieser Züchter züchtete Shelties und Collies. Die Zucht durften wir nicht sehen und auch ein ausgesprochener schöner Rüde war in einem extra Zwinger- mit Flügeltüren. Er hatte den Namen "Prinz", zu recht-aber den sollten wir nicht bekommen. Als wir meinten, der sieht aber super aus, wurden die Flügeltüren ganz schnell zugemacht. Naja unser Collie lief auf dem Hof rum, kam auch zutraulich zu uns und er gefiel uns. Wir nahmen ihn mit. Das Ehepaar erschien uns allerdings aber so überdreht, das wir auch Fragen stellten nach Kommandos, Futtergewohnheiten und so. Also gastfreundlich ok, aber so überschäumend machte uns sehr stutzig. Dann meinte der Mann, Kommandos hat er keine, Treppen kein Problem und stubenrein ist er schon. Futter- 40g Fleisch in der Woche müßte er aber haben. Meine Mutter dachte da nur, na mein Junge das wird wohl aber nichts. Zu hause angekommen- unser Collie lief weder Treppen, noch war er Stubenrein und den Begrüßungsknochen knackte er weg, so das wir nur unsere handgelenke ansahen und dachten- na ein Glück will er die nicht. Zu Weihnachte (es war die Zeit) bekam er den Entenpürzel.....und der Hund hatte Weihnachten und wir die Bescherung. Er flatterte dünn. Klar, so was kannte er nicht. Nun war er verfilzt und wurde vom Verkäufer toupiert, damit er wohl mehr nach Hund aussah. Mit 13 Jahren habe ich diesen Collie in die Badewanne gehoben und dachte ich hätte ein Spielzeugteddy in der Hand, so leicht. Als er naß war, ähnelte er eher einer Ratte, als einem Collie. Vertrauen hatte er erstmal nur zu mir. Meiner Mutter gegenüber war er am Anfang abweisend, als mache sich Schwefelgeruch breit. Fremden übrigens auch. Wir bekamen nach ca. einem Jahr alle Probleme in den Griff. Das größte war, er sollte wohl Schußfest gemacht werden, was kräftig in die Hose ging. Auch das bekamen wir hin. Obwohl, ich muß sagen, das meine Mutter schon am verzweifeln war. Nun hatten wir auch Tierärzte im Bekanntenkreis und es kam noch besser. Die Papiere waren falsch. Es wurde noch festgestellt, unserem Hund sollte ein Zahn im Oberkiefer fehlen, aber er hatte alle. Er war auch nicht drei Jahre, er war fast fünf als wir ihn kauften. Und dieser Hund war impotent wie herauskam. Wir unternahmen nichts gegen den Züchter, denn wir legten kein Wert auf Papiere- wir wollten den Hund. Zu DDR-Zeiten hätte das einen riesen Ärger gegeben für den Züchter. Es war eindeutig Betrug in der Zuchtstätte.  Nun konnten wir uns auch erklären, warum der Hund angeblich keine Kommandos hätte. Trotz mehrmaligem Nachfragen. Blue Boy lief ohne Halsband und Leine und machte alles selbstständig. Das Kommando " Fuß" brauchten wir nicht sagen, er ging millimetergenau bei Fuß. Andere Hunde ignorierte er und legte so ein merkwürdigen Gang ein, wie bei Turnierpferden. Ich weiß jetzt gerade nicht wie dieses Gehen heißt. Auf alle Fälle wirkte dies sehr arrogant. Da damals nicht so eine Hundehysterie herrschte, fanden die Leute das Verhalten unseres Collies klasse. Auch wurde er ein tolles Kindermädchen für meinen Sohn. Nachts kam er ins Zimmer, beugte sich übers Kinderbettchen und wenn alles ok war ging er wieder auf seinen Schlafplatz. Das machte er regelmäßig 2x in der Nacht. Zu diesem Hund kann ich nur sagen, er wurde ein Supertoller Hund, auf den man sich verlassen konnte. Wir haben diesen Schritt nie bereut, trotz der anfänglichen sehr großen Probleme. Meine entnervte Mama mal unbeachtet *grins*. Diesen Schritt würde ich immer wieder tun. Auch wenn wir eins nie rausbekamen...warum, wieso machte er alles selbstständig ohne jegliches Kommandos... und passend. Heutzutage gibt es ja Leute, die einem das erklären könnten. Dieser Collie muß eine perfekte Ausbildung bekommen haben, denken wir mal. Fakt ist, das der Hund verschwinden sollte und da kam ich als Kind mit der Entfernung gerade recht. Denn ein angeblicher Zuchthund mit Papieren, für den Spottpreis und den Lügen war schon merkwürdig. Aber egal. Blue Boy wurde 16 Jahre alt, wir haben ihn erlösen müssen wegen Altersschwäche. Er war ein Supertraum von Hund und er hatte wohl Glück das er zu uns kam.

 

Sally - Neufundländer

Sally bekam ich im Alter von 19 Jahren. Sie war 12 Wochen alt. So richtig klar kam ich mit ihr aber erst,  als sie drei Jahre alt war. Ich denke ich war einfach noch zu jung für diese Rasse. Neufis sind nicht so einfach, wie es gerne dargestellt wird. Sally legte sich zum Beispiel einfach quer auf die Straße, die Autos mußten anhalten. Da half nichts, kein Leckerli, rein garnichts.  Was sie nicht wollte, wollte sie eben nicht. Und einen Neufi zu tragen...naaaja. Trotzdem war sie ein feiner Hund. Ich habe sie im Alter von dreieinhalb Jahren abgeben müssen.  Sie kam zu einem jungen Mann, der einen Rüden hatte. Die verstanden sich auch ganz gut...schade das ich sie abgeben mußte. Gerade zu dem Zeitpunkt, als wir gut auskamen und worum ich mir die ganze Zeit  Mühe gegeben habe.  Zu der Zeit hatte ich noch einen roten Cocker und einen kleinen Mischling.

 

 

Unser Gustav- Blue

Ja Gusti... zu dem kamen wir wie folgt : Mein Auto mußte in die Werkstatt und ich ging in der Stadt bummeln. Ich überlegte noch mal wegen der Anschaffung eines Hundes und wollte eine Hundezeitung kaufen.  Die Kioskverkäuferin fragte, was ich denn suchte. Ich erzählte, ich suche einen Cockerspaniel. Meinte sie...ja ich hab da ne Bekannte, die hätte einen Cocker und ob sie mir die Telefonnummer geben solle. Ich sagte ja und steckte die Nummer weg. Nach ca 3 Wochen rief ich dort an und wir verabredeten uns. Sie hatte wiederum eine Bekannte und meinte da wäre noch ein Welpe...Naja, ich verstand bzw. hörte nur Spaniel, wir hin da. Oh welche Enttäuschung, es waren Cavaliere. Ich mein, ich hab ja nix gegen die Rasse, aber selber haben möcht ich sie nicht und schließlich wollte ich einen Cocker. Der kleine  (4 Monate) kam auch gleich an, ganz freundlich, soweit so gut. Ich streichelte ihn auch und dann dachte ich nur :"oh mein Gott". Der kleine Schieter war saumäßig ungepflegt verdreckt. Man bekam gleich einen schmierigen, schwarzen, klebrigen Film an den Händen. Kein Wunder, er hing auch noch voller Flöhe.  Ich dachte nur , du armer kleiner Kerl. Die Dame hatte auch ein paar Ausreden parat, was den Zustand des Hundes anging.  Nun muß ich mal einwerfen, ich hatte meine Tochter mit, damals 10 Jahre alt. Ich glaube, ich muß dazu nicht groß was schreiben, die Quengelei ging los-ach wie süß, Mama guck mal, usw. Ließ mich ja kalt und ich denke, mein Kind hätte mich am liebsten erschossen. Der Hund (auf dem Schoß meines Kindes) schielte mich an, als sei ich der Teufel persönlich. So unrecht hatte er ja auch nicht, die Chemie stimmte einfach nicht. Es war nicht meine Vorstellung und er paßte nicht zu mir. Dann versuchte es die Dame. Ich denke sie bekam das auch mit und "unterstützte" mein Kind Tatkräftig. Also übers Kind dann eben. Wir könnten ihn gleich mitnehmen und das Geld-1200 DM- später zahlen.. Für mich stand fest -Nein, basta. Auf der Rückfahrt fiel meiner  "Vermittlerin" ein, menno, wo ich mit meinem Hund zum Friseur gehe, die haben Cocker... Ich na toll, das hättest auch gleich sagen können. War ja nun fast um die Ecke bei uns. Sie das gemanagt und welch ein Glück... die Welpies waren grad geboren. Nach ein paar Wochen stand fest für mich... von den 5 Rüden... der ist es- Gustav Blue.  Das war liebe auf den ersten Biss, von beiden Seiten. Wir besuchten ihn jede Woche, war ja auch super, im gleichen Ort. Wir hatten viel gewonnen. Einen wundervollen Cockerspaniel und meine "Vermittlerin" die inzwischen unsere allerbeste Freundin geworden ist und die das Wort Freundin auch verdient hat. Kommt ja nicht mehr so oft vor heutzutage. Aber auch zu der Zuchtstätte unserer Hundis, haben wir bis heute ein supertolles Verhältnis.

Danach kam nun vor etwas über einem Jahr unser Zuckersüßer "Prinz" Silvester, auf den wir ganz stolz sind. Das war mal ein viel gekürzter Einblick in meine "Hundelaufbahn". Sicher gäbe es noch viel mehr zu berichten, was jetzt auch aus dem Zusammenhang gerissen ist. Aber es sollte ja nur ein kurzer Einblick sein und der ist auch schon ganz schön lang geworden und ich hab Hornhaut an den Fingerspitzen *lach*

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