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Gustav - so war sein Wesen Unser Gustav war acht Wochen alt, als er bei uns einzog. Er, sowie übrigens auch unser Silvester, waren gerade einen Tag alt, als wir beide zum ersten mal sahen. Schon ein wenig komisch, denn auch beide wurden an einem 02. des Monats geboren. Gustav am 02. Juni 1999, Silvester am 02. April 2005.Wie gesagt, Gustav kam mit acht Wochen zu uns. Es war irgendwie Liebe auf den ersten Biss kann man so sagen. Gustav war vom ersten Moment an auf mich total fixiert. Mit keinem Schritt wich er von meiner Seite. Als er größer war, merkte man ihm seine Eifersucht an. Ständig passte er auf, das sein Frauchen auch nicht angefasst wurde. Er behandelte auch alle Familienmitglieder anders. Meine Mutter jagte er zum Beispiel vom PC oder vom Telefon weg, klaute ihr das Essen. Das tat er sonst bei keinem anderen. Die Kinder weckte er morgens, ich brauchte nur sagen geh holen. Gusti war ein typischer Cocker. Unwahrscheinlich stur und lieb zugleich. Wenn ich heute so zurück denke, möchte ich behaupten, nicht jeder wäre mit ihm so prima klar gekommen. Sein Charme war riesig. Auch war Gusti ein stolzer Cocker, sehr gelehrig und sehr verschmust. Ein großer Jäger war er nicht, worüber wir ganz froh waren.. Lief uns Hase oder Reh über den Weg, setzte er zum Lauf an, bremste fast gleich wieder ab, setzte sich hin mit einem Blick als wolle er sagen: Frauchen, wenn du den Hasen haben willst, renne ihm doch alleine hinterher. Zu anderen Tieren hatte er ein gutes Verhältnis. Er war immer freundlich, egal ob Katze- was die allerdings anders sahen- oder zu Hamstern. Ganz egal, er sah alle als Freunde an. Für so manchen Spaß war er auch immer zu haben. Eigentlich hätte ich viele Herztabletten nehmen müssen, denn manchmal blieb es mir fast stehen. Auf Spaziergängen war er meistens der erste, der übel schmutzig war. Es war eben ein Cocker. Unser Gustav konnte auch richtig bockig sein. Zum Beispiel dann, wenn er meinte Frauchen würde zu spät schlafen gehen schließlich war er um seinen Schlafplatz besorgt, welcher meine Kniekehlen waren. Ja ja, ich gebe zu, er durfte auch im Bett schlafen- grins. Einmal, ich saß wieder mal zu vorgerückter Stunde vorm PC, gefiel ihm das überhaupt nicht. Er maulte, ich dachte mir nichts dabei und plötzlich ging der Cocki langsam zur Wohnungstür. Dann drehte er sich um, auch gut dachte ich. Dann nahm er Anlauf, bis vor den großen Spiegelschrank, machte eine komische Rolle und landete rücklings im Schrank. Die Rückwand konnte ich bis auf weiteres vergessen und gescheppert hat das. Ich sollte vielleicht erwähnen, das er zu dem Zeitpunkt 18,70 Kilo wog. Das Gewicht hat er allerdings seinem kräftigen Knochenbau zu verdanken, denn er war nicht fett. Er war ein schöner, kräftiger Rüde. Eine sehr unschöne und gefährliche Eigenschaft hatte er allerdings auch. Gustav war wie ausgewechselt, wenn er Glasscherben bekam und man konnte sicher sein, er fand sie zielgerichtet. Dann war es so, das er rot sah und er gab nicht mal mir das Ding. Keiner konnte helfen mit einem Rat, keiner wusste Rat. Es war eine Macke von unserer Fellnase. Da Cockerspaniel ja sehr verfressen sind, habe ich dann oft Wurst mitgenommen oder ähnliches. Dadurch hatten wir zumindest eine große Chance, ihm das Glas wegzunehmen. Einmal ging es fast trotzdem daneben- siehe unter Gustavs Geschichten. Es gäbe noch viel über Gustav zu schreiben und das sollte auch nur ein kleiner Einblick sein. Kurz gesagt, Gustav war ein Traum von Hund. Wundervoll in seiner Art und wir werden ihn nie vergessen. Er war ein Cocker, der einem zeigte, was er will und was nicht- dies auch in üblicher Cockermanier durchzusetzen vermochte gelegentlich.
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